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vom 6. Februar bis 28. Februar 2015


Luzian Spescha


Bilder





Malt aus dem Gefühl heraus, spontan, unorthodox, einmal subtil, dann wieder wild, auch geordnet, diszipliniert. Er gibt in seinen Bildern momentane Stimmungen wieder, arbeitet lustvoll heiter oder lustvoll melancholisch, immer ehrlich, nie sich kümmernd weder um malerische Grenzen noch um den Geschmack des Publikums. Er malt ganz einfach wie er kann, wie es ihm entspricht. Obwohl sein Werk einen ganz persönlichen Duktus aufweist, strahlt es doch eine für den Betrachter direkt nachempfindbare Intensität und Kraft aus, die aufhorchen lässt.


Biographisches

Geboren am 18. 2. 1953 in Danis-Tavansa, Gemeinde Brigels Mittelschule in Disentis und Chur

1974 - 1978 Ausbildung zum Sekundarlehrer an der Universität Zürich
seit 1978 Veröffentlichung von Gedichten in Romanischer Sprache
1982 - 1985 Lehrer an der Kantonsschule Zug
1980 - 1985 nebenher Studium der Ethnologie an der Universität Zürich
1982   4 monatige Feldstudie in Nicaragua (Erziehungsethnologie)
seit 1986 intensive Auseinandersetzung mit der Malerei
seit 1987 Lehrer an der Berufsmaturitätsschule in Zürich


Ausstellungen

1991 Galerie Anita Dosch, Zürich
1993 Galerie Anita Dosch, Zürich
1994 Hotel Ucliva, Waltensburg
1995 Klinik Hohenegg, Meilen
1996 Galerie Im Höchhuus, Küsnacht (Gruppe)
1996 Galerie Frankengasse, Zürich
1997 Museum Sursilvan, Truns
1997 Bundesamt für Zivilluftfahrt, Bern
1998/99 Hotel Kistenpass, Brigels
Galerie Frankengasse, Zürich
Galerie Vogtei, Herrliberg
2002 Galerie Frankengasse, Zürich
2003 Casa De Mont, Laax
2004 Galerie Frankengasse, Zürich
2006 Galerie Frankengasse, Zürich
2008 Galerie Vogtei, Herrliberg
2010 Galerie Frankengasse, Zürich
2013 Galerie Frankengasse, Zürich
2014 Museum Sursilvan, Trun



Gedanken zu meinen Bildern

Ein Versuch, die eigene Malerei zu verstehen

Warum kann es sich dabei nur um einen Versuch handeln? Weil ich auch nicht alles verstehe - weil es für mich nicht ein zentrales Anliegen ist, Bilder zu verstehen. Und dennoch müssen wir auch einiges verstehen, wenn wir eine Beziehung zu Bildern eingehen wollen. Meistens male ich erinnerte Landschaften, so wie mein Kopf, meine Hand, meine Seele sich an die Bergwelt meiner Kindheit erinnern.

Geboren am Fusse des Tödi Massives, nie ein aktiver Berggänger, weder Fischer noch Jäger, nur einfach umgeben von hohen Bergen, manchmal auch von ihnen eingekesselt und bedroht, überwiegt in mir ein Gefühl der Geborgenheit, wenn ich Berge sehe.

20 Jahre meines Lebens in der Gemeinde Brigels prägten sich tief ein. Seit 40 Jahren nunmehr lebe ich in und um Zürich, und die Bilder meiner Kindheit gehen mir immer noch nicht aus dem Sinn. Malend hole ich sie mir heran, verleibe sie mir wieder ein und mache mir dadurch meine Identität ganz. Die rätoromanischen "pézs" vermischen sich dabei auf der anderen Seite des Kistenpasses mit dem deutschsprachigen Raum. Ich überschreite dabei Grenzen: Kantonsgrenzen, Sprachgrenzen. Denn, mein Péz Tumpiv könnte durchaus auch eine Bergspitze des Glarner-Vorabs sein.

Manche empfinden meine Farben als schwer. Das mag wohl sein, denn ich bin zwar heute ein durchaus froher und fröhlicher Mensch, aber das war beileibe nicht immer so - und geblieben ist mir eine gewisse Melancholie. Ich mag Melancholie. Auch bin ich heute noch ein Träumer, ein Phantast, manchmal auch ein Chaot: zuweilen ein grosses Kind, zuweilen auch ein wenig kindisch. Manchmal durchschreite ich malend die Märchen, die mir meine Grossmutter aus Obersaxen so plastisch und eindrücklich erzählte...,

Pater Bernhard Bürke, Präfekt zur Zeit meiner Gymnasialjahre im Benediktiner- kloster Disentis, schreibt mir in einem Brief: "Deine Farben sind vielleicht etwas dunkel und schwer, aber der allgemeine Eindruck, den Deine Bilder vermitteln, ist doch der der Ausgeglichenheit und des Friedens. Ich fühle dabei, dass Du glücklich und zufrieden bist mit Deiner Situation, mit Deinen Lieben, mit der Arbeit mit Deinen Schülern. Das ist ein kostbares Geschenk." Dieser Sichtweise hab ich nichts Wesentliches beizufügen.

Luzian Spescha




Weitere Bilder




Ausstellungsdaten
Ausstellung: vom 6. Februar bis 28. Februar 2015
 
Vernissage: Freitag, 6. Februar 2015, 18 - 20 Uhr
  Gesang: Lisa Secilia Dermont, romanische Liedermacherin
Apéro: Mittwoch, 21. Februar 2015, 14 - 16 Uhr
  Egidius Aebli, Saxophon
Finissage: Samstag, 28. Februar 2015, 14 - 16 Uhr
 
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag: 14 bis 18 Uhr
Samstag: 12 bis 16 Uhr
Oder nach Vereinbarung