Archiv:


vom 12. Januar bis 3. Februar 2007


Ueli Müller


Farbige Naturstudien

Bild
Am Rhein zwischen Zurzach und Koblenz


Zum Begriff „Naturstudien“ in der Gestaltungs – und
Kunsttheorie

In den Naturwissenschaften werden die Grenzen der Messbereiche definiert („finis“ bedeutet „Grenze“). In den Geisteswissenschaften werden auch heute noch die Begriffe umschrieben und zwar so, dass das Zentrum – das Wesen eines Begriffes - deutlich wird. Man spricht deshalb von Wesensbegriffen. Diese werden verdeutlicht, in dem sie anderen Wesensbegriffen gegenüber gestellt werden (Beispiel: „Berg“ und „Tal“).

Der gestalterische Begriff „Naturstudium“ geht auf den Naturbegriff des Mittelalters zurück. Damals gehörten alle materiellen Gegebenheiten zur „Natur“.  Diesem Naturbegriff wurde gegenübergestellt das Geistige, insbesondere das Religiöse, das viel höher bewertet wurde.

Entsprechend diesem mittelalterlichen, scholastischen Naturbegriff werden heute im gestalterischen Unterricht „Naturstudien“ gemacht nach Pflanzen, Landschaften, einer Hand oder einer Tasse.

Der  aktuelle Naturbegriff der Naturfreunde und der Grünen geht auf den viel älteren Naturbegriff der Griechen zurück. Diesen Begriff hat Aristoteles im 4. Jahrhundert vor Christus erstmals genau umschrieben. Aristoteles grenzte den Naturbegriff – griechisch „physis“ – ab gegen den griechischen Begriff „techne“, wovon unser Wort „Technik“ abgeleitet wurde. Die Griechen bezeichneten mit „techne“ die vom Menschen geschaffenen Artefakte, wogegen sie mit „physis“ bezeichneten, was abgesehen von den menschlichen Produkten schon immer existierte.

Die Griechen waren sozusagen „Naturfreunde“. Sie bewerteten die Natur viel höher als die Gelehrten des Mittelalters.


Weitere Bilder


Ausstellungsdaten
Ausstellung: 12. Januar bis 3. Februar 2007
 
Vernissage: Donnerstag, 11. Januar, ab 18 Uhr
  Mitwirkung des Trio Prisma: Agathe Müller,
Gesang / Keyboard, Maya Baum, Flöte / Keyboard,
und Hansjürg Baum, Kontrabass.
 
Apéro: Mittwoch, 24. Januar, 18 - 20 Uhr
Finissage: Samstag, 3. Februar, 13 - 16 Uhr
 
Ueli Müller wird auch an den übrigen Samstagen von 13 - 16 Uhr
in der Ausstellung sein.
 
Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag: 14 bis 18 Uhr
Samstag: 12 bis 16 Uhr
Oder nach Vereinbarung